Einkauf / Verkauf - Teil 6

Shownotes

Das Business Partner Integrity Management (BPIM) - in der Praxis oft auch als Dienstleistersteuerung oder Lieferantenauswahl bezeichnet - ist ein Teil des Risikomanagements und für die Kontrolle und Überwachung der Geschäftsbeziehungen eines Unternehmens ein wesentlicher Baustein. Im Rahmen eines strukturierten, mehrstufigen Prozesses können somit Risiken in Geschäftsbeziehungen identifiziert werden. Christian und Daniel erklären, wie dieser Prozess mit seinen einzelnen Stufen effizient gestaltet werden kann und warum dazu auch keine monströsen Fragebögen vonnöten sind.

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00:00:01: Willkommen bei Compliance Check.

00:00:03: Compliance muss nicht kompliziert und teuer sein, wir erklären

00:00:07: wie es geht.

00:00:13: Hallo zusammen!

00:00:14: Ein weiteres Mal beim Compliance-Check am Compliance Donnerstag mit Christian und Daniel heute.

00:00:21: Mit unserer letzten Folge zum Thema Einkauf und Verkauf.

00:00:26: Und heute soll es endlich um das ausführliche Mal, um das schon oft und viel zitierte Business Partner Integrity Management gehen oder auch gerne die Lieferantenauswahl, Dienstleistersteuerung wie auch immer man's nennen mag.

00:00:42: Ja tatsächlich jetzt sind wir endlich so weit.

00:00:46: oft gesprochen nie erreicht.

00:00:48: Jetzt ist er soweit.

00:00:50: Sie müssen sich vorstellen, ein Business Partner Integrity Management oder wie man jetzt auch schön sagt eine Dienstleist der Steuerung lieferanten Auswahlsteuerungen und dergleichen ist ein Instrument was letztendlich einer sogenannten externen Risikoanalyse entspricht.

00:01:07: Wir wollen wissen, mit wem arbeiten wir zusammen und überprüfen.

00:01:13: Inwieweit sind unsere Geschäftspartner zuverlässig?

00:01:19: Integer?

00:01:20: Rechtskonform?

00:01:22: Dass daraus nicht rechtliche Probleme entstehen.

00:01:25: Aber natürlich machen wir es in unserer Interesse.

00:01:29: Weil die ja ermitteln wollen, liefern uns unsere Geschäftspartner versprochenen.

00:01:34: Leistungen eben in der Form, in der Qualität und in der Zuverlässigkeit wie man das miteinander vereinbart.

00:01:42: Ja oder sind unsere Geschäftspartner morgen pleite?

00:01:45: Auch die wirtschaftliche Situation, gerade wenn wir was verkaufen, kriegen wir unser Geld gegebenenfalls.

00:01:53: Das sind alles Dinge, die wir prüfen müssen als ein Bereich des Risikomanagements.

00:02:00: deswegen dieses Business Partner Integrity Management da dient

00:02:05: Dann wollen wir uns doch mal anschauen, wie dieses BPIM so richtig funktioniert.

00:02:11: Also

00:02:12: grundsätzlich kann man festhalten dass wir prinzipiell ein mehrstufiges Verfahren haben.

00:02:18: Geschäftspartnern das heißt für grundlegend erstmal prüfen allgemein Risikofaktoren und wenn wir eben feststellen hier gibt es irgendwo Dinge die auf erhöhte Risiken schließen lassen in der nächsten Stufe nachfassen und dann mal genauer nachschauen oder nach fragen.

00:02:41: Also immer erst ... Mit niedrigerem Aufwand, mit geringerer Intensität.

00:02:48: Und wenn sich dann etwas ergibt, schauen wir genauer hin und so geht man eben über die Stufen hinweg.

00:02:56: Das gilt für Lieferanten genauso wie Kunden, Dienstleister aber auch Berater also alles Konstellationen wo wir Geschäftspartner technisch mit zu tun haben könnten.

00:03:10: Am Ende ist das alles ein Auszug aus dem sogenannten risikoorientierten Vorgehen.

00:03:16: Und das Risikoorientierte Vorgehensagt, solange wir keine Indizien auf vorliegende Risiken haben können wir niederschwellig kontrollieren prüfen in dem Moment wo aber eine solche Kontrolle oder Prüfung zu einem erhöhten Risiko führt, also zu Ergebnissen führt die Indizien liefern dass es ein erhöhtes Risiko geben könnte.

00:03:39: Dann kommen diese Ergänzungs- und Nachfassfragen zum Tragen und je nachdem wie weit solche Prüfungen gehen und wie schwerwiegend das Risiko das dann dort eingeschätzt wird, kommen dann unterschiedliche Verfahrensweisen zum Trage Und das haben wir zum Beispiel in der Funktionsweise im BPM niedergelegt.

00:04:04: Wie ist denn eigentlich in diesen verschiedenen Stufen, dass jeweilige vorgehen?

00:04:10: Genau also deswegen natürlich im ersten Schritt erste Stufe möglichst niedrig-schwellig und da eben nachzuhaken, deswegen auch im Rahmen der jeweiligen Fachabteilung.

00:04:26: Die jetzt mit den Geschäftspartnern in Kontakt steht, wo die Beziehung dann läuft und diese grundlegenden Fragen dort erst mal stellen und dort erst einmal screenen.

00:04:45: Ist dort eigentlich alles prinzipiell so, wie es eben sein soll?

00:04:50: Also gerade solche Fragen prinzipiell.

00:04:53: Ist der Geschäftspartner zuverlässig?

00:04:55: Kann er die Qualität liefern?

00:04:58: Ist der wirtschaftlich solide aufgestellt?

00:05:02: Da kann ja auch die rechtlichen Anforderungen erfüllen.

00:05:06: also...

00:05:07: sitzt er in einem Korruptionsrisikoland, hat der irgendwo Einträge in einer Barguliste?

00:05:12: Ist der auf irgendwelchen Sanktionslisten?

00:05:14: Hat der irgendwelche anhängigen Gerichtsverfahren?

00:05:16: Hat er irgendwelcher Verurteilungen?

00:05:18: in den letzten Jahren ist möglicherweise die Zuverlässigkeit abgerannt worden und dergleichen.

00:05:22: Das sind so grundlegende Prüfragen.

00:05:25: Ja da kommen auch schnell zum Ergebnis weil diese Dinge entweder kann ich sie schnell nach recherchieren Auch das gibt es entsprechende Tools, die KI gestützt für einen so was erledigen können.

00:05:38: Da haben wir auch zum Beispiel ein Partner mit dem wir da in diese Richtung dann eben arbeiten, die hier genau auf diese erste Stufe sehr schnell die Information liefern, wo ich dann entscheiden kann, ob alles gut oder gibt es Anzeichen?

00:05:55: Gerade jetzt, wenn es zum Beispiel eben schon mal pauschal bestimmte Standorte sind, dass man Länder außerhalb der deutschen oder europäischen Gerichtsbarkeit und Rechtsstandards sind.

00:06:08: Wo gerade vielleicht ... Hochkorruptionsländer, Korruptionsrisiko besonders hoch ist.

00:06:16: Dann wäre eben so ein Fall, wo man in die nächste Stufe reinrutscht und dann mal nachfasst.

00:06:24: Das wär immer noch in der Fachabteilung, wo wir diese erhöhten Risiken ... Moment mal, wie geben ihr damit um?

00:06:32: Wie stellten ihr sicher das?

00:06:35: Ja, das ist im Prinzip nichts anderes wie dass man die Basisfragen leicht ergänzt und nochmal Rückfragen stellt ohne dass man jetzt ein großes Rad drehen muss.

00:06:45: Genau!

00:06:46: Anders sieht es natürlich aus wenn man jetzt größere Risiken dann eben feststellt und die jetzt tatsächlich größeren Anlass zur Sorge geben.

00:07:00: Dann wäre man so in der Stufe da.

00:07:04: Tatsächlich würde es jetzt auch beim bloßen Fragestellen dann nicht mehr bleiben.

00:07:10: Ja, in der Tat sind wir dann an einem Punkt angekommen wo wir möglicherweise über die Vertragsgestaltung sprechen müssen ob wir möglicherweise irgendwelche Ausschlüsse dann haben Soweit wir von dieser Geschäftsbeziehung abrücken, sind wir noch nicht.

00:07:28: Da ist das Risiko noch nicht groß genug.

00:07:31: aber es ist eben jetzt in dieser dritten Stufe ein erhebliches Risiko festgestellt worden dass zu erhebig aufwendigeren Maßnahmen führt als wenn man nur sich im Bereich der Stufe eins also im Bereich Der Basisfragen bewegt.

00:07:46: Genau hier könntest du so kommen dass man vertraglich tatsächlich informationspflichten verankert oder dass eben die Anforderungen hinsichtlich gerade Leistung, Rechnungsstellung, Zahlungsvorgänge auch hier entsprechend fixiert werden.

00:08:05: Das gegebenenfalls auch Kontrollrechte oder eben Forderungen auch hinsichtlich Zertifikatsreifer Lösungen, Zertifikatsreife Management-Systeme.

00:08:18: Zum Beispiel zu meinem Kunden eben sagt du brauchst eben hier ein zertifizierungsfähiges Antikorruptionsmanagement installiert ansonsten mache ich mit dir keine Geschäfte.

00:08:31: Ja das ist so eine Möglichkeit bezüglich der Maßnahmen vorzugehen.

00:08:38: Was passiert denn, wenn das alles noch nicht reicht und wir die nächste Eskalation Stufe zünden?

00:08:44: Das wäre dann die letzte so.

00:08:46: Das wäre tatsächlich Stufe, Stufe vier.

00:08:51: Dann sind wir natürlich in dem Bereich wo die Geschäftsleitung jetzt explizit Farbe bekennen muss Und zu sagen ja da sind die erhöhen Risiken und dann ne dann lassen wird es lieber.

00:09:03: oder Ja ich will das trotzdem Weil letztendlich die Geschäftsleitung ist immer in der Verantwortung und in der Haftung.

00:09:10: Und das ist eben der Moment bei solchen hohen Risiken, wo dann auch die Geschäftslaltung entscheiden

00:09:15: muss.".

00:09:16: Ja, in der Tat.

00:09:17: Also hier ist es nicht mehr die Fachabteilung sondern hier sitzen wirklich dann die Fach-Abteilungen, Compliance möglicherweise die Revision möglicherweise eine Rechtsabteilungen oder ein Rechtsanwaltskanzlei oder Rechtsanwaltsbüro und die Geschäftsführung an einem Tisch und Beratsschlagen wenn wir das Geschäft trotzdem machen wollen.

00:09:36: wie können wir das machen?

00:09:38: Aber möglicherweise wäre in Stufe vier die Frage gibt's nicht jemand anders der uns das liefern kann?

00:09:45: Also müssen wir dieses hohe Risiko eingehen, wenn wir das unbedingt wollen.

00:09:50: Ja dann hat es aber eben den Prozess durchlaufen dass wir gesagt haben ja wohl aus denen und den Gründen machen wir das unter dem und den Umständen und Voraussetzungen trotzdem.

00:10:01: Aber auch hier gilt es dann mit einzubauen wie händeln wir das risiko?

00:10:06: Das wäre dann hier zwingend zu überlegen.

00:10:10: Ja, das ist dann aber ein Spezialfall.

00:10:13: Also ich gehe davon aus dass wir in der Regel bei in Europa ansässigen Unternehmen selbst die Stufe drei nicht brauchen?

00:10:22: Genau also in aller Regel wird es eben so sein wenn wir im Rechtsbereich sind eben im riesigen Rechtsbereich bleiben mit den Geschäftspartnern, die sie auch an die Recht und Gesetz halten müssen.

00:10:35: Dass hier die Risiken also aus der rechtlichen Sicht überschaubar bleiben wie weit wirtschaftliche Risiken möglicherweise bestehen das kann natürlich sich sich dann entsprechend unterschiedlich darstellen oder hinsichtlich Qualität, oder Zuverlässigkeit.

00:10:53: Das gilt natürlich dann gesonder zu bewerten.

00:10:58: aber gerade über die gesetzlichen Anforderungen ist da erhebliche Klarheit dann zunächst mal da, weil ansonsten würde das Unternehmen eben hier nicht langfristig existieren können.

00:11:12: Genau die Überlebensfähigkeit am Markt wäre sagen wir mal deutlich eingeschränkt!

00:11:19: Ja, genau.

00:11:20: Also grundsätzlich diese Fragen die sich da stellen und deswegen ist bei uns ja auch an verschiedenster Stelle mit ins Spiel kam das BPIM wo man eben dann nachhakt gerade beim Thema wie sieht es aus im Unternehmen?

00:11:38: inwieweit wird dort auch Korruptionsprävention betrieben oder Kartellrechtliche?

00:11:45: Regelungen, die existieren.

00:11:47: Regelungen zum Thema Geldwäscheprävention, ordentliche Buchführung, Zahlungssysteme, Text-Compliance... Also was?

00:12:00: Ja!

00:12:01: Zusätzlich kann man natürlich sagen, wir brauchen diesbezüglich auch Informationen über irgendwelche Sanktionelsisten-Embargos.

00:12:10: Wenn wir dann von außereuropäischen Staaten sprechen da gibt es ja durchaus einige Staaten wo Embargos und Sanktsionen verhängt sind.

00:12:17: Es geht aber auch darum dass wir nachhaken.

00:12:20: ist denn so was wie ein Datenschutz vorhanden?

00:12:24: gibt es eine Informationssicherheit.

00:12:26: Sind denn die Qualitätsmanagementprozesse gegeben, wird Nachhaltigkeit gelebt?

00:12:32: Wie sieht die Reputation des Unternehmens aus?

00:12:36: Gibt es irgendwelche Interessenkonflikte?

00:12:38: oder gibt's möglicherweise irgendwelcher Arbeits- und sozialrechtliche Anforderungen zu berücksichtigen?

00:12:44: All das sind Fragen und noch vieles mehr was man sich dann stellen muss!

00:12:48: Und wir kamen ja an den unterschiedlichsten an den unterschiedlichsten Themen immer wieder mit dem Bezug.

00:12:55: Das ist ja irgendwie schon so ein kontinuierliches System, was sich im Kreis dreht auf dieses BPM zum Sprechen.

00:13:01: Was nicht heißt, dass wir jetzt immer jedem alle Fragen stellen müssen?

00:13:04: Das sind auch völlig widersinnig, sondern eben nur dort in den entsprechenden Bereichen die für die Geschäftsbeziehung relevant sind natürlich.

00:13:11: Wir fragen nur die Anknüpfungspunkte an also Fragen, die keinen Sinn ergeben.

00:13:15: lassen wir natürlich bleiben.

00:13:16: das ist ja zeitverschwendet und sinnbefreit.

00:13:18: genau sonst wird es Wir würden es in Munster werden an Fragen, die wir da stellen und Riesenfragenkataloge.

00:13:25: Und wir wissen teilweise dass zum Beispiel gerade große Konzerne gerne so Riesen-Fragen-Kataloge verschicken.

00:13:30: Oh ja!

00:13:30: An ihre Zulieferer... nicht immer unbedingt mit großem Sinn gehalten, aber eben da wird pauschal das ganz große Katalog einfach verschickt ohne das zu selektieren.

00:13:43: Ja die machen one size fits all, hau mal einen raus!

00:13:46: Ja genau also deswegen gilt es eben zu schauen.

00:13:50: natürlich wir haben Geschäftspartner in allen Varianten, wo das auftauchen kann vom Lieferant über den Dienstleister und Berater bis hin zu Kunden- und Vertriebsunterstützungen mit auch Beteiligungen oder Joint Ventures.

00:14:05: fallen eben hier drunter, jedenfalls auch Wettbewerber mit denen wir in Situationen kommen können.

00:14:13: Gerade im Rahmen eines Branchenverbands kann es eben auch sein dass man mit Wett bewerbern an einem Tisch sitzt?

00:14:19: Ja wobei Verband natürlich nochmal eine ganz eigene Hausnummer ist.

00:14:23: da haben wir dann separate Dinge noch zu regeln.

00:14:25: ja aber eben dort wo deswegen warum der Wett Bewerber Thema werden kann.

00:14:31: Aber natürlich für uns, wann wird es eben wichtig das BPIM?

00:14:35: Nicht pauschal immer hier volle Möhre.

00:14:38: Sondern es geht ja eben darum, dass in bestimmten Situationen wenn Risikofaktoren vorhanden sind in dem Geschäft, was wir hier machen, dass wir nachfragen müssen.

00:14:49: Dass zum Beispiel wir ein Produkt geliefert bekommen und haben besondere Qualitätsanforderungen, damit wir dann abprüfen im Rahmen dieses BPIM.

00:15:00: Prozesses, ob unser Zulieferer diese Qualitätsanforderungen in der Lage ist zu erfüllen.

00:15:06: Das es eben genau dieser Anknüpfungspunkt hier gegeben.

00:15:13: Meistens geht es Hand in Hand, wenn besondere Qualitätsanforderungen vorhanden sind.

00:15:17: Das gegebenenfalls auch von offizieller Sicht bestimmte Berichts- oder Formularpflichten da sind werden das Thema der Entwaldungsverordnung hier schon beschränkt.

00:15:25: Tatsächlich ist es so ein Thema?

00:15:26: Genau und dann müssen wir eben sicherzustellen nachprüfen um unser Zulieferer diese Anforderungen der Entwaltungsrichtlinie erfüllt weil wir belegen müssen dass unser Produkt wiederum entwaldungsfrei ist.

00:15:40: Ja ich war jetzt gedanklich also Ich war auch schon bei Lebensmitteln, aber eigentlich bei Kühlprodukten.

00:15:46: Da werden ja im wahren Eingang Prüfkontrollen vorgenommen mit so einem Kernthermometer um die notwendige Temperatur festzustellen und der Lieferant muss darlegen, dass diese zulässige Höchsttemperatur, das sind wir irgendwo bei fünf Grad, acht Grad je nachdem welche Produkte es sich handelt nicht überschritten wurde.

00:16:06: Das sind dann diese sogenannten Berichts- oder Formulabpflichten.

00:16:11: dort.

00:16:11: derjenige Empfänger, also das Unternehmen bei dem der Lieferant abliefert wird natürlich im wahren Eingang risikoorientiert Stichprobenkontrollen durchführen.

00:16:21: Das heißt also wirklich überall wenn es eben faktisch aus eben der Anforderungen der Güter die eben um die es hier geht dass man eben hier spezifisch nachhakt.

00:16:32: genauso wenn's eben um gefährliche Güter Gefahrgüter dann eben geht müssen wir natürlich nachhaken ob unser Zulieferer alle Anforderungen im Umgang mit Gefahrgütern berücksichtigen kann und sicherstellen kann, dass eben hier nichts schief geht oder wenn es um konformitätspflichtige Güter geht ganz genau so die Thematik ins Spiel kommt.

00:17:00: Anders und darüber hinaus geht's natürlich jetzt, wenn wir bestimmte Geschäftspartner haben – das war die andere Thematikerin in bestimmten mit bestimmten Unternehmens sitzen, also gerade wir sitzen in der Steueroase.

00:17:15: Wir sitzen im Hochkorruptionsland, also mit so einem Unternehmen Geschäfte zu machen ist natürlich auch hier Risiko abzuprüfen dass wir nicht eben hier ein Problem dann eben reinkommen.

00:17:27: oder wenn wir feststellen es handelt sich um die Briefkastenfirma wobei dann wäre schon die Frage wollen wir mit einer Briefkastenfirma Geschäften machen?

00:17:36: Vermutlich wird es von Anfang an gar nicht ersichtlich sein, aber spätestens wenn es ersichtlich ist muss man sich natürlich die Frage stellen.

00:17:44: will ich denn mittelbar zu einem Erfüllungsgehilfen oder zu einem potenziellen Erfüllungsgeilfen werden, der sich möglicherweise wegen Korruption- oder Steuerhinterziehung verantworten muss.

00:17:56: Das wäre z.B.

00:17:56: was so im ersten Schritt aufkommen kann als zusätzliches Risiko.

00:18:00: wenn wir hier prüfen ja wo sitzt das Unternehmen?

00:18:02: Hier Adresse und stellen fest die adresse ist ein Briefkasten und dann wäre eben die weitergehende Prüfung eben notwendig sagen Moment mal was ist da los?

00:18:11: warum haben wir eben hier mit einem Briefkastenadresse zu tun.

00:18:16: Alle Mitarbeiter sind derzeit im Urlaub?

00:18:18: Ja so, genau das ist sehr schön!

00:18:21: Oder wir sind im Bereich von kritischen Gütern.

00:18:24: also deswegen alles was mit Dual Use, also was auch militärisch genutzt werden kann oder tatsächlich direkt militärische Waffen Kriegsgüter Auch Kerntechnik oder auch Ausgangsstoffe, die von Massenvernichtungswaffen genutzt werden können.

00:18:41: Gerade im biologischen chemischen Bereich.

00:18:44: Wenn jemand so was eben produziert oder herstellt und wie gesagt Dual-U-Scooter herstelt dann gilt es eben auch hier genauer zu prüfen weil natürlich da ist besonderer sensibler Umgang mit diesen Sachverhalten dann von Nöten Genauso eben diese Güter, die unter CSL-Güter laufen.

00:19:08: Also Corporate Social Responsibility.

00:19:12: Da geht es um Sachen der Infrastruktur wie zum Beispiel Staudäme, Energieversorgung aber auch Minenbetreiber wo häufig auch prekäre Arbeitsverhältnisse herrschen und sichergestellt werden muss dass die Arbeitsstandards eingehalten werden.

00:19:34: Ja, wobei wir jetzt nicht von Minenbetreiber zum Beispiel in Deutschland sprechen wie irgendein Tagebau zum Braunkohleabbau oder sowas.

00:19:41: Sondern gemeint ist hier natürlich was wir ja auch aus dem Thema Lieferkette und Nachhaltigkeit kennen.

00:19:46: Minen die meistens im außereuropäischen Ausland sitzen wenn es zb um seltene Erden geht oder dergleichen haben wir ja oftmals Minen, die entweder in den USA betrieben werden oder hauptsächlich dann in Afrika Und die Arbeitsbedingungen sind nicht unbedingt dieselben wie in Deutschland.

00:20:04: Ja, genau.

00:20:05: Also da wird es eben kritisch oder was wir jetzt zuletzt haben im Kontext Einkauf-Verkauf in unsere Geschäftspartner mit bestimmten Provisionsystemen arbeiten oder hier mit Subvertriebsunterstützern arbeiten das eben hier.

00:20:26: oder Zweitberater also der Berater und weiteren Berater.

00:20:34: Dann mitanschleppt die Frage, wer ist eigentlich dieser Zweitberater?

00:20:38: Was hat er für eine Funktion?

00:20:40: Genau.

00:20:40: Was hat der für eine Kompetenz?

00:20:42: Warum ist der denn da?

00:20:43: Der

00:20:43: darf eine Rechnung schreiben!

00:20:44: Also deswegen gilt es hier auch... in diesen Kontexten dann speziell aber eben auf die relevanten Themen nachzugucken.

00:20:56: Jetzt bei dem Zweitberater müssen wir natürlich nicht auf die Arbeitsstandards im Kongo abstellen, sondern da gilt es explizit bei der Frage was ist eigentlich die Funktion und was ist der Zweck?

00:21:09: Und was ist die Kompetenz und die Notwendigkeit dieses

00:21:13: Zweit-Beraters?".

00:21:14: Ja, da könnte sonst nämlich irgendein Interessenkonflikt im Vordergrund stehen!

00:21:18: Genau, oder eben wenn es um Arbeitsstandards geht.

00:21:24: Also dass eben hier um fremdpersonal geht das der Geschäftspartner auf hier zum Einsatz bringt oder hier ja Thema Personalentsendung dann eben Rolle spielen.

00:21:42: also Das wird natürlich kritisch bis hin zu Kartellfragen, dass eben hier eine marktbeherrschende Stellung vorliegt.

00:21:53: Also das gilt auch hier... hier eben zu prüfen, dann eben in diesem entsprechenden Bereich.

00:22:01: Also dass wenn es um Marktberschen geht müssen wir kartellrechtlich schauen.

00:22:06: das hat da nicht mit dem Thema Arbeitsschutz oder Gefahrgüter zu tun aber eben mit Kartellrecht möglicherweise vielleicht Korruption und Geldwäsche angeknüpft.

00:22:17: aber eben deswegen selektiv je nach Anlass je nach Art der Geschäftsbeziehung gilt es eben hier zu prüfen.

00:22:27: Und wir haben das System so weit entwickelt, dass man hier passgenau die Fragen als Fragenkatalog selektieren kann und dann entsprechend in Risikostufen unterteilt, inwieweit man vielleicht noch weiter nachfassen

00:22:51: muss.".

00:22:52: Genau.

00:22:52: Und je nach Anlass werden die jeweiligen Fragen gestellt, die große Frage ist natürlich nicht wie wähle ich die Fragen aus?

00:23:00: Sondern was geschieht wenn meine Fragen, die ich meinem Gegenüber also meinen Geschäftspartner stelle, nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet werden oder im schlechtesten Fall gar nicht beantworted werden?

00:23:14: Ja wobei ich bin erst mal ein Schritt vorher.

00:23:17: Wir müssen gar nicht alle Fragen immer direkt dem Geschäftspartner stellen, sondern wir können auch fragen.

00:23:22: Natürlich im ersten Schritt aus der eigenen Erfahrung, dem eigenen Wissen und der eigenen Recherche heraus eben schon beantworten.

00:23:30: Richtig!

00:23:30: Und was in den Medien steht oder dergleichen?

00:23:32: Oder was wir eben im Rahmen der Überprüfung da bin ich wieder bei unserem unseren Partner eben der entsprechende KI-gestützte Tool hat, über die Recherche was dort ermittelt wurde.

00:23:43: Über den Geschäftspartner diese Informationen damit hier zunächst mal das System zu befüllen und dann festzustellen besteht jetzt irgendwo noch Nachfragebedarf, bestehen hier noch offene Fragen, Unklarheiten?

00:24:00: und erst dann muss ich eigentlich zum einem Geschäftspartner nachfragen Pass auf, wie sieht denn das aus?

00:24:07: Oder wenn wir eben aus dieser Einschätzung heraus erhöhte Risiken feststellen und dann, wenn es jetzt darum geht, dass das Geschäft soll gemacht werden.

00:24:17: Dann im Rahmen der Vertragsgesprächsange acht Wir würden gerne wissen und wir würden gerne vertraglich bestimmte Themen festhalten.

00:24:30: Ja in der Tat ist das ein Thema.

00:24:33: aber noch mal darauf zurückkehrend Wir gehen jetzt immer davon aus, wir kriegen die Informationen von unserem Geschäftspartner.

00:24:38: Was machen wir denn wenn wir die Information nicht bekommen?

00:24:41: Also wir müssen ja immer angemessene Maßnahmen, die dem Risiko angemessen sind und auch geeignet sind treffen um das Geschäft dann abwickeln zu können.

00:24:50: Und da kommt jetzt die jeweilige Erfahrung und die jeweillige Risikoeinschätzung zum Tragen.

00:24:56: in den Moment wo ein Geschäftspartner fragen kann oder nicht beantworten will heißt es von vorn herein Vorsicht an der Bahnsteigkante, denn diesbezüglich könnte es ein Wespenness sein in das man dann reinstiegt.

00:25:09: Das bedeutet auch wenn nichts gesagt wird ist das ein Indiz oder kann ein Inditz sein über eine mögliche Ausprägung eines Risikos?

00:25:19: Das wäre dann zum Beispiel auch ein Anreiz um eben gerade nochmal irgendwo nach zu recherchieren ob es medizinische Auskunft nicht erteilt wird oder Informationen zunächst mal selber nicht bekannt ist dass wir dann irgendwo im Quellen recherchiert, ob das jetzt über ein Tool ist.

00:25:36: Dass eben hier KI gestützt checkt Informationen oder ob man selber bei Dienstleistern wie Northdata oder Kreditreform zum Beispiel eine Anfrage stellt, ob es da entsprechende Informationen gibt die der Kunde uns nicht mitgeben wollte weil sie negativ wären.

00:26:02: Also, deswegen wollen wir gar nicht in die einzelnen Fragen letztendlich rein.

00:26:08: Was immer wichtig ist natürlich was mit dazugehört.

00:26:13: Immer dieses Prinzip natürlich know your business partner dass wir immer genau wissen wollen mit wem haben wir es zu tun?

00:26:22: also die Angaben und genau wer, wo sitzt das Unternehmen?

00:26:27: Wer sind die Verantwortlichen, die Ansprechpartner.

00:26:31: Wie sind sie greifbar?

00:26:32: Also wer ist wirtschaftlich berechtigt?

00:26:35: also wer steckt auch dahinter?

00:26:37: deswegen diese Briefkasten- und Stroman-Konstruktionen da schon zu identifizieren.

00:26:44: Und dann können wir eben in diese niedrigschwelligen Fragen und die niedrigschweiligen Themen einsteigen Und daraus dann eben überlegen, gibt es jetzt erhöhte Risiken die eine weitergehende Prüfung überhaupt rechtfertigen?

00:27:03: und wenn wir auf Stufe eins bleiben.

00:27:06: Dann ist die Anzahl der Fragen auch durchaus überschaubar.

00:27:09: deswegen.

00:27:10: Wenn man so Riesenfragenkataloge geschickt bekommt muss man sich eben auch mal die Überlegungen anstellen gerade in Richtung der großen Unternehmen die so eine Praxis verfahren waren die vorher einfach zu faul, eben hier schon mal die Risiken ihrer Läferanten so zu bewerten.

00:27:26: Hinsichtlich geringen mittleren höheren Risiken überhaupt?

00:27:31: Es gerechtfertigt ist diesen Riesenfragenkatalog da zu verschicken, weil umgekehrt es ja auch wenn ich den Riesen-Fragen-Katalog jetzt wiederbekomme.

00:27:40: Den muss ich auch wieder irgendwo verarbeiten einpflegen wie sinnvoll ist denn das Ganze?

00:27:46: Also wenn man das selber macht auch hier wieder so schlank wie möglich die Lösung zu halten und so wenige Fragen wie möglich zu stellen und eben nur die Fragen die jetzt eben unmittelbar wirklich wichtig sind sich kein weiterer Handlungsbedarf, Ableitung und kein Risiko anzeigt.

00:28:06: Dann muss ich auch nicht weitergehen als notwendig.

00:28:12: Es geht tatsächlich um die relevanten Fragen.

00:28:15: Wir wollen nicht die Schuhgröße der Mitarbeiter und nicht die Konfektionsgröce der Angestellten wissen, sondern es geht wirklich nur um die relevanten Fragen.

00:28:24: Wenn Ihnen Fragenkataloge auf dem Tisch liegen, die quasi alles erheben und am Anschluss weiß das Unternehmen besser über Sie Bescheid als sie selbst, dann kann man in diese Gedankenwelt einsteigen ... Möglicherweise waren die zu faul und verlagern einfach die Arbeit auf ihre Geschäftspartner, und wollen das im Vorfeld letztendlich nicht selbst erheben.

00:28:49: Das sehen wir auch immer wieder bei größeren Unternehmen.

00:28:52: Die machen sich es doch manchmal sehr einfach, die erstellen ein Fragenkatalog und schicken das an alle gleich raus.

00:28:58: Und da ist es egal ob es die zehn Mannbude oder der Fünftausend-Mann-Betrieb ist... ...die kriegen dann alles dasselbe auf dem Tisch.

00:29:04: nur, dass für die zehn Mannenbude so einen Fragenkatalog möglicherweise völlig daneben ist, weil dieses Unternehmen wird die allermeisten Fragen gar nicht beantworten können, weil's diesen Sachverhalt im Unternehmen gar nicht gibt!

00:29:17: Da würde in jeder Antwort drin nicht relevant, nicht relevant.

00:29:22: So sieht's aus.

00:29:22: Aber erst mal natürlich, wenn ich den Frage bogen, diesem Unternehmer auf dem Tisch klatsch ... Die sind heilos damit überfordert und denken sich die Frage, da muss ich eine Antwort reinschreiben.

00:29:32: Ansonsten krieg' ich da Ärger, obwohl ich gar keine Antwort geben kann, weil die Frage nicht relevant ist.

00:29:39: Weil mich das als Zehn-Mann-Betrieb überhaupt nicht tangiert.

00:29:44: Das löst dann erst mal irgendwo Unsicherheit aus und führt überhaupt nicht ... Zum Ziel des Ganzen, nämlich eben dieser sinnvollen Einschkategorisierung und diese sinnvolle Bewertung im Rahmen unseres BPIMs.

00:30:01: Wie sind unsere Geschäftspartner denn strukturiert?

00:30:06: Wer ist vertrauenswürdig, verlässlich und integer?

00:30:11: Also werden Sie hier nicht zum Chaos beauftragten, indem Sie umfangreiche Listen Ihren Geschäftspartnern zuschicken.

00:30:19: Und gleichzeitig gilt natürlich auch das Angebot wenn sie von einer solchen überbordenden Fragenwelt belästigt werden.

00:30:30: Wir helfen gerne, wir gucken uns das gerne mit Ihnen an und wissen in der Regel auch von vornherein Rat und Tat wie man mit so was umgeht.

00:30:38: Denn tatsächlich ist es so große Unternehmen machen sich das Leben recht gerne recht einfach!

00:30:45: So schaut's aus und umgekehrt genauso.

00:30:48: seien Sie da eben auch im Sinne Ihres Risikomanagements auf der sicheren Seite dass sie eben einfach mal Hier eine System zur Überwachung und zur Einschätzung, eben ihre Geschäftsbeziehungen installieren.

00:31:02: Auch das ist kein so enormer Aufwand wie es erstmal klingt.

00:31:07: Es ist im ersten Schritt natürlich ein Aufwand aber wenn man's mal hat gibt es eben auch eine notwendige Sicherheit und eine Klarheit und hilft eben zu priorisieren.

00:31:18: wo hat man wirklich Handlungsbedarf?

00:31:20: Und wo laufen die Dinge ganz genau wie sie sollen und bedürfen jetzt keiner weiteren bürokratischen Aufwenden.

00:31:31: Und genau das wollen wir erreichen, auch hier helfen wir Ihnen gerne

00:31:36: weiter.".

00:31:37: Also es lässt sich zusammenfassend feststellen... Das BPM ist eigentlich ein Instrument, das als Dreh- und Angelpunkt, als Schlüssel für ganz viele Compliance Bereiche herangezogen werden kann.

00:31:51: Es ist ein K-Performance Indicationinstrument weil es zu ganz vielen Themen aussagefähig ist und tatsächlich an den einen oder anderen Stellen auch explizit gefordert wird.

00:32:04: also wie zum Beispiel das Thema Entwaldungsrichtlinie.

00:32:10: Hier sind Ansatzpunkte drin, wo man ohne ein vernünftig funktionierendes BPEM eigentlich die Fragen gar nicht beantworten kann.

00:32:18: Auch da gilt Angebot steht kommen Sie gerne auf uns zu.

00:32:22: Wir entwickeln mit Ihnen gerne den passenden Umfang Den passenden Rahmen wie es aufs Unternehmen zugeschnitten sein soll Sein muss um die notwendigen Anforderungen erfüllen zu können

00:32:34: Und insofern soll es das jetzt für heute gewesen sein, auch für diesen Blog-Einkauf-Fail-Kauf.

00:32:40: Ich hoffe wir konnten Ihnen da ein bisschen den Überblick geben.

00:32:45: bei allen Fragen.

00:32:45: compliance-check.eu.

00:32:49: Ist Ihre Anlaufstelle mit allen Kontaktmöglichkeiten.

00:32:53: sprechen Sie uns an wenn Fragen da sind.

00:32:56: Ansonsten freuen wir uns dann, wenn Sie in zwei Wochen wieder einschalten.

00:33:01: Dann werden wir uns dem Thema Import-Export nähern und dann eben Einkaufverkauf über die Landesgrenzen mal ein bisschen näher beleuchten.

00:33:12: Aber dazu mehr in der nächsten Folge.

00:33:15: bis dahin jetzt erstmal alles Gute!

00:33:17: Vielen Dank fürs Einschalten,

00:33:19: bis zum nächsten Mal.

00:33:20: Und Tschüss!

00:33:21: Ja vielen dank für die Behaarlichkeit und Tschüss.

00:33:24: Das war der heutige Compliance Check, präsentiert von der CKC GmbH.

00:33:30: Vielen Dank fürs Einschalten und

00:33:31: bis zum nächsten Mal!

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